Literatur und Wirtschaft im Dialog

29. September 2011

"Die Alten sind die Lösung, nicht das Problem!
Generationengerechtigkeit jenseits von Verteilungskonflikten." So lautet das Programm der nächsten Diskussion mit Lothar Späth, Juli Zeh und Wolfgang Gründinger. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Website (Link).

Link: Programm und Anmeldung


 

Literatur und Wirtschaft im Dialog - mit Prinz Asfa-Wossen Asserate und Prof. Dr. Armin Nassehi am 06.04.2011 im Bayerischen Hof

06.04.2011

Link: Informationen und Anmeldung auf der Website


 

Literatur und Wirtschaft im Dialog - mit Uwe Tellkamp und Dirk Rossmann im Bayerischen Hof

09.02.2011

Die Macht der Veränderung:
schicksalhaft oder gestaltbar?

"Der Sozialist oder Anarchist, der versucht, die derzeitigen Verhältnisse umzu-stürzen, greift damit das Fundament an, auf dem die Zivilisation ruht." Als An-drew Carnegie, größter Stahlmagnat und reichster Mann seiner Zeit, 1889 seine berühmte Philippika Wer reich stirbt, stirbt in Schande mit diesem Satz begann, hielt seit geraumer Zeit das Gespenst des Sozialismus die Welt in Atem. Genau 100 Jahre später fiel die Berliner Mauer; der Sozialismus schien nicht nur eine Niederlage erlitten zu haben, sondern gänzlich irrelevant geworden zu sein. Die Veränderungsverheißung von Marx und Engels: obsolet, indiskutabel.

Zwanzig weitere Jahre später mutiert der Kapitalismus in der öffentlichen Wahr-nehmung zum Raubtier, dessen Bändigung als Gebot der Vernunft, ja des Über-lebens erscheint. Jacques Attali, ehemaliger Berater von Präsident Mitterand und Mentor von Ségolène Royal, behauptet: "Der Markt erzeugt Prekarität, Flexibili-tät, die Tyrannei des Neuen, die permanente Notwendigkeit von Veränderung." Gegen diese Tyrannei der Veränderung regen sich Abwehrkräfte – man denke an die Renaissance der Linksparteien, an das Aufkommen einflussreicher NGOs wie Attac, oder auch an Pläne für Spekulationssteuern. Gerade die Tobin-Steuer gehört zum Dompteur-Instrumentarium, mittels dessen das Raubtier Globalkapi-talismus gebändigt, wenn auch nicht gezähmt werden sollte.

Wie kann Literatur diese Brüche und Umbrüche fassbar machen? Ist das Begreifen von Veränderung der erste Schritt zu ihrer Beherrschung? Und sind literarische Seismographen wie Uwe Tellkamp besonders dazu berufen, dieses Begreifen zu vermitteln? Schließlich: Hilft uns dieses Begreifen, uns aus den Fängen der Schicksalhaftigkeit großer Veränderungswellen zu lösen?

Fragen, die im Mittelpunkt der Autorendiskussion Die Macht der Veränderung: schicksalshaft oder gestaltbar? stehen.


am Mittwoch, den 24.11. 2010
im Hotel Bayerischer Hof
Promenadeplatz 2
80333 München

Programmablauf
18:30 Uhr Einlass Begrüßung
19:00 Uhr Podiumsdiskussion
20:00 Uhr Diskussion mit dem Publikum

anschließend Get-together

Für geladene Gäste

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